Schwerpunkt Mailingproduktion & Lettershop

Mailings haben als Marketinginstrument immer die Aufga­be, eine Kaufhandlung auszulösen.

Welchen Sinn und Zweck haben Mailings?

Mailings haben als Marketinginstrument immer die Aufga­be, eine Kaufhandlung auszulösen. Das geschieht entweder dadurch, dass der Empfänger etwa mithilfe von Coupons in den stationären Handel geführt wird oder durch digitale Tools in den E-Shop des Unternehmens. Eine Besonderheit sind zum Beispiel geopersonalisierte Anfahrtskarten. Der Emp­fänger erhält dabei eine individualisierte Anfahrtsbeschrei­bung von seinem Wohnort zum Händler in seiner Nähe.


Um die Wirkung der „crossmedialen Verlängerung ins Netz" für die Kunden nachvollziehbar zu machen, entwickelte Wirtz Druck mit „My Response" ein eigenes Tool. In dem so konzi­pierten Mailing werden eine personalisierte URL oder/und ein personalisierter QR-Code platziert, der auf die vorpersonali­sierte Internet-Landingpage führt. So kann der Absender quasi in einer Art Life-Tracking genau verfolgen, wie viele Kunden sich für ein Produkt interessiert haben. Laut Vinzenz Schmidt, der auch selbst Mailing-Workshops anbietet, konnte dadurch schon eine Responsequote von bis zu 30 Prozent erzielt werden.


Eine ähnliche Funktion erfüllen codierte Coupons im stati­onären Handel. Sie ermöglichen es, dass der Return on Invest­ment bei jeder Aussendung festgehalten wird. Allerdings ist auch hier eine gelungene Umsetzung von großer Bedeutung. Das heißt, die Perfora­tionen sollten so integriert sein, dass sich die Coupons problemlos heraustrennen lassen. Keiner habe Lust, mit der Kas­siererin zu diskutieren, ob die Coupons gültig sind. "Über Wohl und Wehe eines Mailingproduktes kann also der letzte Perforationszahn entscheiden", wie Sch­midt sagt.


Existieren im digitalen Zeitalter Chancen?
Zugegeben: Es ist verlockend, mit einem einzigen Knopfdruck eine größt­mögliche Anzahl von Kunden so gut wie kostenlos zu erreichen. Entspre­chend groß war die Begeisterung, als die Möglichkeiten des digitalen Mar­ketings aufkamen. Dass nun doch etli­che wieder zu Print zurückkehren, betrachtet Frank Fülle, Prokurist bei Briefodruck Fülle im thüringischen Wünschendorf, mit Genugtuung. Bei Online-Auswertungen internationa­ler, nicht spezialisierter Anbieter werde viel „schön gerechnet", da würden Multiplikationsfaktoren eingebaut, die dem Kunden nicht immer klar seien. Er meint, Experten gingen sogar davon aus, "dass die Bombe im Online-Marketing noch platzen wird". Letzten Endes sei es doch so, dass man sich von Klicks nichts kaufen könne und ob diese dann tatsäch­lich Kaufhandlungen auslösten, müssten Umsatzüberprü­fungen beweisen.


Ähnliche Erfahrungen machen auch die Lettershop-Profis mit ihrer eigenen Werbung. Ralph Hadern von Colour Connec­tion setzt bei der Akquise sowohl klassische als auch digitale Kanäle ein. Er stellt dabei immer wieder fest, dass gedruckte Mailings zwar um ein Vielfaches teurer sind als E-Mails, aber auch deutlich wirkungsvoller. Bei einer News-Mail sei eine Öff­nungsquote von einem Prozent schon toll, was die Quote am Ende aber konkret bringe, wisse keiner, fasst Hadern zusammen.


Welche Rolle spielt die Post heute?

Früher stellten die Mailingbedingungen der Post eine gewisse Hürde dar. Schnell waren die Möglichkeiten dessen, was noch als "Infopost" durchging, erschöpft. Indessen habe sich dies grundlegend geändert. Für Geld sei da alles zu haben, so die Erfahrungen von Ralph Hadern, der auch die kompetente Beratung beim Thema Dialogpost lobt. Ein gutes Beispiel dafür ist seine eigene Spezialität: Er druckt ein pastoses Weiß auf einen schwarzen oder sehr dunklen Untergrund, auch zum Beispiel bei Briefhüllen. Vor Jahren wäre das bei der "Inf­opost" ein "k.o."-Kriterium gewesen - das gelte heute nicht mehr.


Jedoch wer bereit sei, das Porto von 2,40 Euro für ein Mai­ling zu bezahlen, der könne dafür sehr viel haben. Für die gün­stigen 28 Cent pro Brief müssen allerdings die postalischen Anforderungen an Größe, Gewicht, Seitenverhältnisse und die Verschlussklebung exakt erfüllt sein. Auftraggeber, die sich in die Hände eines professionellen Lettershops begeben, können aber erwarten, dass sie auch in Sachen Porto kompetent beraten werden.

 

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