Ottweiler Druckerei setzt auf die Sonne

Photovoltaikanlage auf dem Dach liefert Strom und spart CO2

Ottweiler. „Die O/D Ottweiler Druckerei zapft die Sonne als Stromquelle an.“ So heißt es jetzt in einer Pressemitteilung. Energien wie Kohle oder Öl würden jedes Jahr teurer und sie gehen zur Neige. Die Sonnenenergie dagegen sei unerschöpflich, täglich liefere die Sonne tausendfach mehr Energie, als die Menschheit braucht. Ein ungeheures Potenzial, das moderne Solartechnik seit Jahren immer besser nutzt, beispielsweise durch Photovoltaik zur Stromerzeugung.

In Osnabrück, so heißt es weiter, wurde Anfang 2008 eine Studie vorgestellt, die zu folgendem Ergebnis kam: Auf 27 500 Gebäuden sind zwei Quadratkilometer Dachfläche für die Photovoltaik-Nutzung geeignet. Über diese Fläche könnten 249 000 MWh/Jahr Strom gewonnen werden, die den derzeitigen Strombedarf aller Privathaushalte von Osnabrück,

233 000 MWh/Jahr, mehr als vollständig decken würden. Die photovoltaische Energiewandlung findet mit Hilfe von Solarzellen, die zu sogenannten Solarmodulen verbunden werden, in Photovoltaikanlagen statt. Die erzeugte Elektrizität kann entweder vor Ort genutzt, in Akkumulatoren gespeichert oder in Stromnetze eingespeist werden. Bei Einspeisung der Energie in das öffentliche Stromnetz wird die von den Solarzellen erzeugte Gleichspannung von einem Wechselrichter in Wechselspannung umgewandelt.

Moderne Photovoltaik-Anlagen funktionieren praktisch in jeder Region und rechnen sich auf lange Sicht. Denn der erzeugte Solarstrom wird nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) vom Energieversorger (in Ottweiler die energis) über 20 Jahre lang zu einem festgelegten Tarif abgenommen und vergütet.

Die O/D Ottweiler Druckerei nutzt seit Ende des Monats Juni die unendliche Kraft der Sonne. Die Druckerei hat einen jährlichen Stromverbrauch von

1 362 000 kWh. Installiert wurde eine 216-kWp-Anlage; kWp gibt die leistung an, die eine Anlage erzeugt. Die Anlage der O/D Ottweiler Druckerei kann mit einem zu erwartenden Stromertrag von 195 000 kWh pro Jahr rechnen, rund 17 Prozent des verbrauchten Stromes werden also in Zukunft selbst erzeugt.

Mit dem erzeugten Strom könnten rund 80 Haushalte in Ottweiler mit elektrischer Energie versorgt werden. Durch diese Investitionen würden auch pro Jahr rund 150 Tonnen CO2 eingespart, wie es abschließend heißt.

 

erschienen in: Saarbrücker Zeitung 08-2010

 

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