Mit positivem Druck zum Erfolg

Petra Krenn ist das "Best-Practice" Beispiel einer erfolgreichen Unternehmerin. ln den vergangenen 20 Jahren hat sie eine Traumkarriere eingeschlagen – von der Ausbildung zur Bankkauffrau über ein BWL-Studium bis zur geschäftsführenden Gesellschafterin der O/D Ottweiler Druckerei und ehrenamtlich zur Vizepräsidentin der IHK Saarland. Leidenschaft für ihre Arbeit, ein hohes Maß an Innovationsbereitschaft und immer den Nutzen für den Kunden im Blick gehören zum Erfolgsrezept

 

Petra Krenns Augen leuchten, wenn sie von den vier Dienstleistungsbereichen der O/D Ottweiler Druckerei und Verlag GmbH, den Erfolgen der Kunden oder dem notwendigen Engagement der Mittelständler erzählt. Sie lebt ihre Arbeit, und das spürt man. Frontfrau. Powerfrau, engagierte Allrounderin, alles passt. Petra Krenn ist Betriebswirtin, durch und durch. Wenn sie auch in der saarländischen Druckerei die Technik fest im Blick hat, ihr Herz gehört der Wirtschaft. Und das ist gut so, denn die Druckerbranche ist seit Jahren im Umbruch: "Ohne eigene Ideen und Konzepte können Druckereien im Internetzeitalter nicht überleben", so Krenn. Mit ihrem Geschäftspartner Dominique Paul ist sie deshalb permanent auf neuen Wegen unterwegs. Dabei immer im Fokus: Den Nutzen und den Erfolg des Kunden.

 

Vier Bereiche unter einem Dach

 

Vier Dienstleistungsbereiche haben die beiden mit ihren 140 Mitarbeitern in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht. "Eigentlich sind es vier Unternehmen unter einem Dach", erläutert Krenn. Mit eigenen Mitarbeitern und unterschiedlichen Produktportfolios. Der Bereich "Print'' bietet den klassischen Fullservice im Druck mit Konfektionierung an. Das Besondere an "Idea" ist, dass der Kunde in jeder Phase seiner Ideenfindung auf die O/D zukommen kann und dort bei der optimalen Umsetzung seines Druckproduktes Unterstützung findet. Im Bereich "Mail" hat das Unternehmen seinen Angebotsschwerpunkt: "Wir wissen europaweit alles rund um die Postauslieferung", fasst Petra Krenn zusammen. Dementsprechend hochkarätig sind die Kunden des Dienstleisters, meist Großunternehmen mit eigenen Direktmar-ketingabteilungen oder spezialisierte Mailingagenturen. Mit Hilfe modernster Anlagen können die Mailings schon während des Laufs personalisiert, gefalzt und gestanzt werden.

 

"Smile" liefert Produkte auf Knopfdruck

 

Vorreiter ist das Druckunternehmen in seiner vierten Sparte "Smile". Dort wird Webbasiertes Drucken angeboten. Was das ist, erklärt Petra Krenn mit einem Beispiel aus der Praxis: "Wir stellen für den Kunden ein Online-Portal bereit, auf dem er alle Druckprodukte und Werbemittel seiner Wahl für seine eigene Betriebsorganisation, Verwaltung oder Verkaufsförderung einstellen kann. Das können Broschüren, Flyer, Visitenkarten, Briefbögen oder auch andere Werbemittel sein. Bei Bedarf werden diese vom Mitarbeiter des Kunden direkt, einem Händler oder einer Niederlassung über einen Knopfdruck bestellt, gern auch schon personalisiert oder in unterschiedlichen Sprachen und Schriften."

 

Damit nicht genug: Die Druckerei übernimmt auch die Lagerung und deren Verwaltung sowie den Versand, ein Auswertungstool liefert nach Bedarf Statistiken über Bestände und Bestellungen. So bleibt dem Kunden mehr Zeit, sich auf seine Kernkompetenzen zu konzentrieren.

 

Mittelstand muss selbst anpacken

 

Für die Entwicklung innovativer Angebotsketten sowie deren Umsetzung sind acht Stunden am Tag nicht ausreichend. Hinzu kommt die Entwicklung neuer Strategien in der Personalpolitik: "Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist uns sehr wichtig. Die Mitarbeiter haben zum Teil flexible Tages- und Wochenarbeitszeiten oder die Möglichkeit, ein Home-Office zu nutzen. Außerdem arbeiten wir mit einem Kontakthalteprogramm für Mitarbeiter/innen in Elternzeit", so Krenn.

 

Wer meint, damit seien die Arbeitstage für die quirlige Saarländerin ausreichend gefüllt, täuscht. Themen wie die Rolle des Mittelstands in der Wirtschaft, Nachhaltigkeit und CSR sind ihre weiteren Steckenpferde. "Der Mittelstand braucht Engagement", so Krenns Credo. "Wir stellen 65 Prozent der Arbeitsplätze und mehr als 75 Prozent der Ausbildungsplätze, aber wir haben keine Lobby wie die Großunternehmen. Da müssen wir selbst anpacken." Und das tut sie: Als Mittelständlerin und als Vizepräsidentin der IHK Saarland, wo sie in ihrer zweiten Amtszeit in die Themen Existenzgründung und Unternehmenssicherung, unter anderem Fachkräftesicherung, Familie und Beruf und Saarland Marketing, involviert ist. Zudem vertritt sie die Interessen des Mittelstandes beim DIHK in Berlin und Brüssel als aktives Mitglied im DIHK-Mittelstandsausschuss.

 

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