Das Saarland im Jahr 2025 – eine Vision

Präsident Dr. Hanno Dornseifer stellt Ergebnisse der IHK-Arbeitsgruppen vor

„Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun" – das war das Motto der Ver­anstaltung „Das Saarland im Jahr 2025", zu der die IHK am 30. August eingeladen hatte. Die Vollversammlung, 2017 ins Amt gewählt, hatte beschlossen, sich im Sinne einer ganzheitlichen Vision damit auseinander zu setzen, wo das Saarland im Jahr 2025 stehen könnte – und was zu tun ist, um dem Saarland eine gute Zukunft zu sichern.

Insgesamt neun Arbeitsgruppen bear­beiteten in gemischten Teams aus Haupt- und Ehrenamt sowie Vertretern der Wirtschaftsjunioren Saarland die The­menfelder Infrastruktur, berufliche Aus­- und Weiterbildung, Hochschulpolitik, International, Industrie/Standortpolitik, Handel und Tourismus, Mittelstand, Exis­tenzgründung und Unternehmensnach­folge, Recht, Steuer- und Finanzpolitik sowie Innovation und Digitalisierung.

Nach der Begrüßung und Einführung durch IHK-Vizepräsident Philipp Gross entführte IHK-Präsident Dr. Hanno Dornseifer die Zuhörer in das Saarland des Jahres 2025: ein Land gekennzeich­net von hohem Wirtschaftswachstum, Vollbeschäftigung und ausgeglichenen Haushalten in Land und Kommunen. Als Grundlage dieser Entwicklung be­schrieb er den Kompromiss, den die – aus der Perspektive 2025 damalige – Landesregierung unter Ministerpräsident Tobi­as Hans und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger zum Einsatz der zusätzlichen Mittel durch den neuen Länderfinanz­ausgleich in Höhe von 500 Millionen Euro gefunden hätten: nämlich mit ei­nem klaren Schwerpunkt auf Investitio­nen.


In der Folge, so die Vision, sei durch Ein­führung einer Saarlandkasse eine Milli­ardenlast von den Schultern der Kom­munen genommen worden, die den damit gewonnenen Spielraum für eine nachhaltige Investitionsoffensive nut­zen konnten. Als Beispiel führte Dorn­seifer das Kongresszentrum an, das zu einem überregional beachteten „place­togo" mit entsprechend hoher Auslas­tung geworden sei.

Ebenso wurde die Modernisierung und Sanierung maroder Brücken und Stra­ßen, Schulen und Hochschulen, öffent­licher Plätze und Einrichtungen wie auch der Ausbau der digitalen Netzinfra­struktur vorangetrieben.
Die so oft gescholtene Verwaltungs­trägheit konnte digital aufgebrochen werden, so dass die saarländischen Un­ternehmen im Jahr 2025 ihre 100 wich­tigsten Verwaltungsleistungen online abwickeln können. Statt ehemals zwölf unteren Bauaufsichtsbehörden gibt es nur noch eine einzige Bauaufsicht für das gesamte Land, und auch beim The­ma Energiewende ist das Saarland gut vorangekommen. 

Zwischenzeitlich hat sich das Saarland­Marketing ausgezahlt – immer mehr qualifizierte Fachkräfte zieht es als Fol­ge zu uns. Viel bewirkt wurde auch im Bereich der Beschäftigung älterer Ar­beitnehmerinnen und Arbeitnehmer, ebenso wie auch durch das Fachkräfte­zuwanderungsgesetz. Insgesamt also ist im Jahr 2025 das Fachkräfteproblem ein sehr überschaubares geworden und kei­ne Wachstumsbremse mehr.
Gleich mehrere Faktoren haben außer­dem dafür gesorgt, dass das Saarland die erste Adresse für Neuansiedlungen geworden ist. Ein Deutsch-Französisches Zentrum für künstliche Intelligenz kooperiert mit dem Helmholtz-Zentrum, eine gemein­same Kooperationsplattform von htw, Universität und Forschungsinstituten beschleunigt den Wissenstransfer.

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Statement Petra Krenn zum Download

Quelle: SaarWirtschaft 09/2018 // IHK Saarland

 

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